Hintergrund / Öffentliche Ausschreibung: Modul-F

Modul-F Referenznummer der Bekanntmachung: DP-2021000088
Auszug aus der Ausschreibungsbeschreibung auf der Webseite:
https://ausschreibungen-deutschland.de/834128_Modul-FReferenznummer_der_Bekanntmachung_DP-2021000088_2021_Hamburg

II.1.4)Kurze Beschreibung:
Beschaffung einer Low-Code-Plattform inkl. Entwicklungsleistungen

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:
MODUL-F (Modulare Lösung für Fachverfahren) muss eine Lösung sein, die die leichte und schnelle Erstellung von Fachverfahren auf Basis von vorprogrammierten Modulen ermöglicht.

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Modul-F: Spannendes Low Code-Projekt startet.

Aus der Pressemeldung vom 21.01.2022 der Senatskanzlei Hamburg
„Senat aktuell: Der Digital-Baukasten für die Verwaltung“

Der Digital-Baukasten für die Verwaltung: Hamburg entwickelt zeitgemäße interne Software-Anwendungen

Bundesweites Projekt zur verwaltungsinternen Digitalisierung startet

Die Digitalisierung der Verwaltung wird in Hamburg mit dem Projekt „MODUL-F“ einen Schritt weitergedacht. Um verwaltungsinterne Prozesse zu verbessern, wird ein modularer Ansatz für die Erstellung von Softwareanwendungen, den sogenannten Fachverfahren, aufgebaut. Über eine sogenannte Low-Code-Plattform sollen künftig vorprogrammierte Module zur Verfügung stehen, aus denen einfach und schnell digitale Fachverfahren erstellt werden können. Überall da, wo es noch keine digitale Abbildung eines internen Prozesses gibt, kann „MODUL-F“ in Zukunft ansetzen und bei der Digitalisierung unterstützen. Das Projekt wird in Höhe von 11,6 Millionen Euro aus Konjunkturmitteln des Bundes finanziert.

Zur Umsetzung des Infrastrukturprojekts „MODUL-F“ haben die Senatskanzlei Hamburg und das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) eine Vereinbarung gezeichnet, die Finanzierung, Projektziele und gegenseitige Verpflichtungen im Projektkontext regelt.

Staatsrat Jan Pörksen, Chef der Hamburger Senatskanzlei: „Wir können unseren Behörden und auch allen anderen Ländern und Kommunen Softwaremodule anbieten, damit nicht jede Verwaltung dieselben Funktionen entwickeln muss. Das Ziel ist eine durchgängige Digitalisierung: Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger übermitteln ihre Anliegen durch Online-Dienste, auch die interne Sachbearbeitung kann künftig überall digital erfolgen. Modul-F hilft vor allem, wenn einzelne Prozesse zu klein für eine eigene Entwicklung sind. Bestimmte Funktionen, die in jeder Verwaltung gebraucht werden, etwa eine Registerabfrage oder die Erstellung von Bescheiden, stehen je nach Bedarf als einzelne Module zur Verfügung. Damit schaffen wir die Voraussetzung für wirtschaftliche und gut funktionierende Lösungen für eine leistungsfähige Verwaltung, wovon alle Bürgerinnen und Bürger profitieren.“

Dr. Markus Richter, Staatssekretär im Bundesinnenministerium und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik: „Das Projekt MODUL-F wird im Rahmen der OZG-Umsetzung einen wertvollen Beitrag auf dem Weg der Modernisierung und Digitalisierung der Bundesverwaltung leisten. Mit einer standardisierten Vorgehensweise wird das MODUL-F den Transfer von analogen Verwaltungsleistungen in das digitale Zeitalter beschleunigen.“

Zum Hintergrund

Der Bund und Hamburg übernehmen die Steuerung des Projekts. Die Umsetzung des Projekts „MODUL-F“ erfolgt in Hamburg. Die entstehenden Bausteine bzw. Softwaremodule für die Erstellung von Softwareanwendungen sollen der Digitalisierung in diversen Themenfeldern zugutekommen und können bundesweit, hamburgweit und durch alle Bundesländer und Kommunen genutzt werden. Es sollen Module zum Beispiel für die Vier-Augen-Prüfung, die Bescheiderstellung oder auch die Archivierung von Vorgängen angeboten werden. Die Softwaremodule können durch das Prinzip von Low Code in kurzer Bearbeitungszeit bereitgestellt werden. Auf Low-Code-Plattformen wird Software nicht mehr über klassische textbasierte Programmiersprachen entwickelt, sondern mit visuellen Werkzeugen und vorgefertigten Elementen im Modellierungsverfahren. Das Projekt „MODUL-F“ wird in Höhe von 11,6 Mio. Euro aus Konjunkturmitteln des Bundes finanziert. Die Mittel werden vom Bund für die Digitalisierung im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bereitgestellt. Das OZG verpflichtet die Verwaltung bis Ende  des laufenden Jahres die Verwaltungsleistungen von Bund und Ländern zu digitalisieren und diese als Online-Dienste  über Verwaltungsportale anzubieten.

Gesetz als Code: NEGZ-Studie erforscht formale Sprachen als Basis digitaler Gesetzgebung

Formale, maschinell verarbeitbare Sprachen können eine direkte Brücke von der Gesetzgebung zum digitalen Vollzug etablieren und damit die Digitalisierung der Gesetzgebung vorantreiben. Von der Willensbildung über den Prozess in der Ministerialbürokratie bis zur Validierung wären Simulationen und Vergleiche von Lösungsalternativen möglich. Zudem ließe sich das Risiko fehlerhafter Gesetzesanwendungen mittels IT erheblich reduzieren. Zu diesen Ergebnissen kommt die vom Nationalen E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) geförderte Kurzstudie „Digitalisierung der Gesetzgebung zur Steigerung der Digitalen Souveränität des Staates“.

Zuerst erschienen auf mgm insights

  • Natürlichsprachliche Gesetztestexte lassen sich mit formalen Sprachen in eindeutiger maschinenlesbarer Form auszudrücken, so das Ergebnis der Kurzstudie.
  • Der Einsatz solcher Sprachen ermöglicht die Modellierung der Gesetzesinhalte und eröffnet neue Möglichkeiten bei der Planung, Überprüfung und Umsetzung der Gesetze.
  • Autoren empfehlen die Entwicklung geeigneter Sprachen in interdisziplinären Teams und die Erprobung in Pilotprojekten für ausgewählte Gesetzgebungsverfahren.

Die Autoren der Studie schlagen vor, bereits im Gesetzgebungsverfahren auf einen Modellierungsansatz zu setzen: „Ergänzend zu den üblichen juristischen Texten in natürlicher Sprache sollten schon heute die Regelungen möglichst früh auch in einer formalen Sprache als Modelle festgehalten werden – und direkt Teil der Gesetze werden“, sagt Prof. Dr. Bernhard Rumpe, Mitautor der Studie und Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering der RWTH Aachen. „Künftig können Modelle die führende Rolle übernehmen. Auf ihrer Basis lassen sich juristische Texte in natürlicher Sprache generieren.“

Motiviert ist der Ansatz durch den fortschreitenden Einzug der Digitalisierung in die Arbeitsbereiche der Verwaltungen. Hierdurch müssen immer häufiger IT-Anwendungen auf Basis gesetzlicher Grundlagen entwickelt oder angepasst werden. Vor diesen Herausforderungen stehen nicht nur naheliegende Umsetzungen, die aus der Steuergesetzgebung notwendig werden. Immer mehr Gesetze haben Auswirkungen auf die Definition von Tatbestandsvoraussetzungen inklusive komplexer Abhängigkeiten sowie auf die Berechnungen von Leistungen oder auf Zuständigkeiten und Prozesse. Bisher liegt aber eine tiefe Kluft zwischen der Gesetzgebung und dem digitalen Vollzug: Die administrative Verwaltung wird mit gesetzlichen Änderungen in natürlicher Sprache konfrontiert, muss sie richtig interpretieren und anschließend – meist mit Hilfe externer IT-Firmen – in die Verwaltungsanwendungen bringen, sprich: in Programmcode übersetzen. Dadurch gibt es gleich zwei Schritte, die zu Abweichungen von der Intention des Gesetzgebers führen können: die Interpretation und die Programmierung.

Digitalisierung erfordert Transfer von Gesetzen in Programmcode

„Eine formale Sprache macht es möglich, die Digitalisierung schon bei der Gesetzgebung zu berücksichtigen“, sagt Janos Standt, Bereichsleiter Public Sector der mgm technology partners GmbH und Mitautor der Studie. „Dadurch behält der Gesetzgeber die Kontrolle über die Ausgestaltung. Die ursprüngliche Intention bleibt gewahrt – das ist ein wichtiger Faktor für die digitale Souveränität des Staates. Außerdem eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für alle Beteiligten.“ Der Gesetzgeber kann die Modelle für Simulationen nutzen, Lösungsalternativen vergleichen und vor allem, die Digitaltauglichkeit sicherstellen. Die Administration wäre in der Lage, die Gesetze schließlich durch generierten Programmcode schnell und eindeutig umzusetzen. Neutrale Stellen können die Modelle nutzen, um Rechtskonsistenzprüfungen durchzuführen.

Wie das Verfahren im Detail funktioniert, untersucht die Studie mit Fokus auf die Steuergesetzgebung. Die Studie diskutiert mehrere Lösungsvarianten und zeigt beispielhaft, wie formale Sprachen für die Abbildung von gesetzlichen Steuerberechnungen und zur Modellierung von Fristen konkret aussehen könnten.

Bei der elektronischen Steuererklärung (ELSTER) ist ein modellgetriebener Ansatz beispielsweise bereits seit Jahren im Einsatz – erstreckt sich bislang aber noch nicht bis zur Gesetzgebung. „Die Vorverlagerung bestimmter Modellierungsschritte in den Gesetzgebungsprozess wäre eine konsequente Vervollständigung der Digitalisierungskette des deutschen Steuersystems“, sagt Roland Krebs, ebenfalls Mitautor der Kurzstudie und ELSTER-Gesamtprojektleiter beim Bayerischen Landesamt für Steuern.

Handlungsempfehlungen: Übertragbarkeit erproben und Standards etablieren

Die Handlungsempfehlungen der Autoren legen nahe, die Anwendung formaler Sprachen zunächst im Rahmen ausgewählter Gesetzgebungsverfahren zu erproben. Das Prinzip ist auf andere Bereiche wie die Sozial- und Umweltgesetzgebung übertragbar. Für die Entwicklung der Sprachen – die Informatik spricht auch von sogenannten domänenspezifischen Sprachen (engl. domain specific language, kurz DSL) – sind interdisziplinäre Teams nötig, die das Wissen von Juristen, Informatikern, Verwaltungsexperten und Fachexperten der jeweiligen Domäne zusammenbringen. Die Entwicklung sollte außerdem mit einem Normierungsprozess verbunden sein, um Standards zu etablieren.

Neben den Sprachen müssen passgenaue Werkzeuge zur Erstellung der Modelle und zur automatischen Code-Generierung entwickelt werden, die auch Nicht-Entwickler in der täglichen Umsetzungsarbeit nutzen können. Ein weiterer entscheidender Schritt, um solche Verfahren zu etablieren, ist laut den Studienautoren der Aufbau neuer Kompetenzen in Politik und Verwaltung. Denkbar wäre zum Beispiel, dass Juristen auf Referatsebene gemeinsam mit IT-Experten die Modelle als Teil des Referentenentwurfs ausarbeiten. Wenn DSLs und Berechnungsmodelle als Standards und Normen so offizieller Teil des Gesetzes werden, sind enorme Effizienzsteigerungen im Gesetzgebungsprozess und bei der Umsetzung der Gesetze möglich.

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Die Studienbeteiligte:

Was macht eine gute Enterprise Low Code Plattform aus?

Low Code-Plattformen sprießen weltweit wie Pilze aus den Boden. Wie auf einem Basar überbieten sich die Softwarehersteller mit Angaben zu Kosteneinsparungen und Entwicklungsgeschwindigkeiten. Doch was macht wirklich den Unterschied aus? Wo beginnt Enterprise? Wann gehört eine Low Code-Lösung in die Champions League?

In diesem Kontext wurde ich heute auf ein Whitepaper von mgm technology partners hingewiesen. Die Plattformlösung heißt A12. (Achtung Werbung! Bitte einmal „mgm A12 Whitepaper“ googeln.)

„Eine Enterprise Low Code Plattform ist für die Entwicklung, Integration, Wartung und den Betrieb von Unternehmensanwendungen in komplexen IT-Landschaften und kombiniert einen Low Code Ansatz, bei dem Fachexperten Teile einer Anwendung ohne Programmierkenntnisse erstellen können, mit professioneller Individualsoftwareentwicklung und Systemintegration. A12 liefert eine Antwort auf die Frage, wie Anwendungen langfristig zu voll integrierten, geschäftskritischen Unternehmensanwendungen werden können. …

A12 kommt im Rahmen von professionellen, individuellen Softwareentwicklungsprojekten zum Einsatz. Es richtet sich an … große Unternehmen sowie Behörden, die hochskalierbare, sichere und robuste Webanwendungen benötigen.

Dazu gehören unter anderem Antragsmanagement-Systeme, Portale und Fachverfahren für den öffentlichen Sektor [Anmerkung p7d: Laut Konsens die „größte sowie bekannteste E-Government-Anwendung Deutschlands“, also wirklich XXL-Enterprise], Underwriting-Plattformen für Industrieversicherungen sowie integrierte Lösungen für den Online-, Filial- und Versandhandel [Anmerkung p7d: Projekt eines der weltweit größten Discouter].

Besonders vorteilhaft ist der Einsatz von A12 in übergreifenden Szenarien. Durch den modellgetriebenen Ansatz ist die modellierte Fachlichkeit anwendungsübergreifend nutzbar. Das sichert die Konsistenz, vermeidet Dopplungen, vereinfacht das Release- und Abhängigkeitsmanagement und reduziert den Testaufwand. …

Das Ziel von A12 besteht darin, schneller und wirtschaftlicher robuste, sichere und langlebige Enterprise Software zu bauen. Dahinter steht der Anspruch erfahrener Software-Ingenieure, die typischen Aufwände der Entwicklung von Geschäftsanwendungen sukzessive zu reduzieren – allen voran durch modellgetriebene Abstraktionen und eine Trennung von Fachlichkeit und Technik“

Fazit: Wenn Sie richtig große und hochkomplexe Anwendungen planen, dann kann Enterprise Low Code, wie es oben beschrieben ist, ein spannender Lösungsansatz sein.

Low Code in der digitalen Verwaltung

Für welche Einsatzszenarien ist Enterprise Low Code geeignet?

  • professionelle und individuelle Softwareentwicklungsprojekte
  • große Unternehmen
  • Behörden, die hochskalierbare, sichere und robuste Webanwendungen benötigen

Besonders vorteilhaft ist der Einsatz von Low Code in übergreifenden Szenarien. Durch den modellgetriebenen Ansatz ist die modellierte Fachlichkeit anwendungsübergreifend nutzbar. Das sichert die Konsistenz, vermeidet Dopplungen, vereinfacht das Release- und Abhängigkeitsmanagement und reduziert den Testaufwand.

Welche Vorteile bringt Low Code in der Behörde?

Selbstbestimmter Umgang mit fachlichen Inhalten

  • Fachexperten/Sachbearbeiter und Business Analysten können ihre Ideen (Verwaltungsprozesse) in der Software eigenständig abbilden und langfristig pflegen
  • Anpassung fachlicher Aspekte sind ohne Programmierkenntnisse möglich
  • Schnelle Umsetzung fachlicher Änderungen
  • Weitgehende Automatisierung des Softwareentwicklungsprozesses
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Tagesspiegel Background-Standpunkt „Low Code: Nachhaltige Basis für die digitale Verwaltung“

am 1.3.2020 wurde ein Artikel von Hamarz Mehmanesh, CEO bei mgm technology partners veröffentlicht. https://background.tagesspiegel.de

Themen im Artikel

Low-Code-Lösungen können Beschäftigten in der Verwaltung helfen ihre Abteilungen ohne viel Programmierung digitaler zu machen.

Der Digitalisierungsdruck wächst und der Ruf nach digitaler Souveränität steigt.

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Digitale Souveränität mit Low Code für Behörden

Mit Enterprise Low Code Plattformen lassen sich Verwaltungsanwendungen in ihrem gesamten Lebenszyklus effizient und innovativ entwickeln und nutzen.

Aus der Praxis:
Klassenprimus ist sicherlich die deutsche Steuer, die mit ihrem ELSTER-Projekt für viele weitere IT-Projekte in der Verwaltung eine Blaupause bilden kann. Bei ELSTER erstellen Fachexperten der Steuerverwaltung im Bayerischen Landesamt für Steuern für viele Steuerarten mit über 600 verschiedenen Datenarten alle Validierungsregeln auf einer Enterprise Low Code Plattform.

Gerade für geschäftskritische Anwendungen ist ein selbstbestimmter Umgang mit der Fachlichkeit sowie die vollständige Kontrolle über Daten und Infrastruktur unerlässlich. Somit gehört die Fachlichkeit zu 100% in die Hände der Fachexperten. Sie können mit Hilfe von Editoren und einer formalen Sprache (DSL) alle Aspekte der Wertschöpfung abbilden. Der Kern einer Low Code-Software liegt in den fachlichen Modellen, die damit unabhängig und getrennt von der technischen Entwicklung erstellt und laufend weiterentwickelt werden können.

Eine weitere Perspektive des selbstbestimmten Umganges ist die Unabhängigkeit der betrieblichen und infrastrukturellen Aspekte vom Technologieanbieter. Wichtig für eine Low Code-Anwendung in der Behörde ist die vollständige Kontrolle des kundenseitigen Betriebes – unabhängig von Entwicklungs- und Releasezyklen.

Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung durch Low Code

Was versteht man unter digitaler Souveränität?

Dass die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung gestärkt werden muss, darüber scheint sich der gesellschaftliche Diskurs einig zu sein. Auf die Fragen, was digitale Souveränität ausmacht und wie dieses Ziel erreicht werden kann, gibt es jedoch weniger eindeutige Antworten.

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Fachlich souverän und unabhängig: Die Entwicklung der ELSTER-Steuererklärung im Bayerischen Landesamt für Steuern (BayLfSt)

Mein Kollege Janos Standt schreibt im Behörden Spiegel über den Einsatz von Low Code im Rahmen der Entwicklung der ELSTER-Steuer und über die digitale Souveränität als Fachsouveränität.

Link zum Artikel: https://www.behoerden-spiegel.de/2020/09/03/fachlich-souveraen-und-unabhaengig/

„… als Beispiel lohnt ein Blick auf ELSTER, den elektronischen Diensten der Steuerverwaltung, betrieben vom BayLfSt .Von rund 18 Millionen Zeilen Programmcode der ELSTER-Anwendungen stammen nur knapp über eine Million Zeilen von Softwareentwicklern. Über 16 Millionen Zeilen Code sind durch Modelle generiert. Und jedes Jahr modellieren die Steuerexpertinnen und -experten im BayLfSt die meist sehr umfangreichen und komplexen Änderungen der Steuergesetzgebung. …Mit einem herkömmlichen Entwicklungsprozess wäre dies nicht möglich.“

„Souveränität per Low Code mit Zukunftssicherheit
Die Modelle sind in vielen Kontexten wiederverwendbar, beispielsweise für die Entwicklung von automatisierten Tests, Chatbots sowie Sprachsteuerung und anderen Zukunftsanwendungen. … Das ist digitale Souveränität – als Fachsouveränität.“

Low Code-Plattformen für die Verwaltung – Modellbasierte Softwareentwicklung für Fachreferate

Die Kernidee von Low Code besteht darin, Fachwissen in Modellen zu kapseln. Durch den Einsatz von leistungsstarken Werkzeugen können Fachexperten aus den Referaten diese Modelle erstellen und modifizieren – ohne dass sie den Softwarecode programmieren müssen. (Beispiel: ELSTER-Einkommensteuer/ Körperschaftsteuer) Photo by Florian Klauer on Unsplash
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Enterprise Low Code Development – Handlungsempfehlungen zu Planung und Einsatz

Low Code Development – Handlungsempfehlungen zu Planung und Einsatz
Low Code Development – eine Crisp RESEARCH Studie

Low-Code-Plattformen machen die Entwicklung von Unternehmensanwendungen schneller, direkter und einfacher. Unter dem Begriff „Low Code“ lassen sich verschiedenste Lösungsansätze zusammenfassen, die zum Ziel haben:

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Low Code: Barrierefreie Behördenanwendungen

Die barrierefreie Nutzung von Internetangeboten ist keine Selbstverständlichkeit. Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen haben privat wie auch am Arbeitsplatz regelmäßig online mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Daher spielen gerade Dienste von öffentlichen Verwaltungen eine Vorreiterrolle für ein möglichst barrierefreies Internet. Was das heißt, erklären wir hier.

Zuerst erschienen auf der Newsseite von mgm.

  • Barrierefreiheit muss bei Design und Entwicklung von Internetangeboten mitgedacht werden.
  • Assistive Technologien helfen Menschen mit Einschränkungen, das Internet zu nutzen.
  • Low Code-Plattformen bietet barrierefreie Lösungen

Zuletzt hat der Dienst „E-Rechnung in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales das offizielle Prüfzeichen „BITV-konform“ erhalten. Mittels des schlanken Internetangebots können (nicht nur) Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter in Bayern elektronische Rechnungen („E-Rechnungen“) validieren und visualisieren. mgm technolgy partners hat das Angebot als technischer Dienstleister realisiert.

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Low Code Plattform: Baukasten für die digitale Verwaltung

Low Code-Komponenten (Photo by Florian Klauer on Unsplash)

Low Code Plattformen verfolgen einen modularen Ansatz, wenn es um die Erstellung von Verwaltungsanwendungen geht. Während die Logik, die Validierungsregeln und die strukturellen Layouts der Benutzerschnittstellen in Modellen gekapselt sind, sind die folgenden Bausteine dafür verantwortlich, die Low Code-Anwendungen und ihre Modelle zum Leben zu erwecken.

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Low-Code-Plattform ermöglicht schnellere OZG-Umsetzung

Redaktion der mgm-tp-News
Nachbericht zum Interview „Und wenn die Sachbearbeiter aus den Rathäusern und Behörden ihre Verwaltungsanwendungen einfach selbst bauen würden? – Das OZG-Bürgerportal-Experiment.“ Link

Die Digitalisierung der Verwaltung ist längst überfällig und Deutschland hat deutlichen Nachholbedarf. Mit dem im November 2018 vom Bund beschlossenen Onlinezugangsgesetz (OZG) soll diese Lücke geschlossen werden. Sämtliche Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen müssen demnach bis zum 31.12.2022 den Bürgerinnen und Bürgern auch online zur Verfügung stehen. Die Nutzerorientierung steht bei der Entwicklung der Anwendungen ganz oben auf der Prioritätenliste. Doch wie kann diese Herkulesaufgabe in dieser kurzen Zeit gelingen?

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Und wenn die Sachbearbeiter aus den Rathäusern und Behörden ihre Verwaltungsanwendungen einfach selbst bauen würden? – Das OZG-Bürgerportal-Experiment.

OZG - Bürgerportal

Wie können Behörden ihre Verwaltungssoftware selbst erstellen? Wie mache ich aus meinen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern Softwareentwickler? Low-Code-Tools machen es möglich. Erste Ergebnisse auf diesem Feld gibt es schon. Nicht-Experten und Nicht-Informatiker modellieren teils bereits nach eintägigen Workshops zur Einführung in die Plattform am Computer Formulare und Workflows, um die Rolle der Bürger einzunehmen und um als Sachbearbeiter Anträge zu bearbeiten, freizugeben oder abzulehn. Ein Interview von Toni Klein

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Digitalisierung von Gesetzen: Vollzugsorientierte Gesetzgebung durch eine Vollzugssimulationsmaschine.

5 Ansätze zur Verbesserung des Gesetzgebungsprozesses habe ich hier zusammengestellt. : 1. Vollzugsvarianten entwickeln 
2. Vollzugsexperten aus den Ländern früh einbeziehen 
3. Simulation des Gesetzesvollzugs 
4. Konsistente Ontologie 
5. Toolgestützter Gesetzgebungsprozess

Vor 3 Wochen hatte ich einen Termin in der Oberfinanzdirektion eines Bundeslandes. Dort werden u. a. Gesetze und Gesetzesänderungen in den Vollzug gebracht. Und genau dieser Prozessschritt wurde mir anhand eines Beispiels vorgestellt.

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