Hintergrund / Öffentliche Ausschreibung: Modul-F

Modul-F Referenznummer der Bekanntmachung: DP-2021000088
Auszug aus der Ausschreibungsbeschreibung auf der Webseite:
https://ausschreibungen-deutschland.de/834128_Modul-FReferenznummer_der_Bekanntmachung_DP-2021000088_2021_Hamburg

II.1.4)Kurze Beschreibung:
Beschaffung einer Low-Code-Plattform inkl. Entwicklungsleistungen

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:
MODUL-F (Modulare Lösung für Fachverfahren) muss eine Lösung sein, die die leichte und schnelle Erstellung von Fachverfahren auf Basis von vorprogrammierten Modulen ermöglicht.

MODUL-F muss dabei selbst modular aufgebaut werden, in sog. Komponenten. Die Basis der Lösung muss eine Low Code Plattform als Kernkomponente bilden. Auf diese setzen weitere Komponenten auf, welche zusammen den Gesamtfunktionsumfang von MODUL-F abbilden. Aus-schreibungsgegenstand ist die Grundkomponente „Low Code Plattform“ inkl. da-mit verbundener Dienstleistungen, insbesondere Entwicklungsleistungen zur Weiterentwicklung der eingekauften Plattform selbst, aber auch Fachexpertise zum Einsatz und der Nutzung der Low-Code Plattform.

Der Komponenten-Ansatz von MODUL-F erfordert auch eine Low-Code-Plattform, die ebenfalls in sich modular und in diversen Schichten aufgebaut ist und ermöglicht weitere eigenentwickelte Komponenten als Erweiterung auf die Lösung auf-zusetzen bzw. zu integrieren.

Die Low-Code-Plattform, welche die Basis von „MODUL-F“ darstellt, muss ermöglichen, dass die Grundmodule für MODUL-F entwickelt werden können, die dann wiederum für die erleichterte Fachverfahrenserstellung genutzt werden sollen. Die Low-Code-Plattform muss alle für eine solche Plattform üblichen Funktionen anbieten und eine daten- und prozessorientierte Modellierung ermöglichen.

Aufgrund des Grundgedankens von MODUL-F, welche komponentenbasiert auf-gebaut und weiterentwickelt werden soll, wird eine gemeinsame Entwicklung der Lösung MODUL-F in Kooperation mit dem Auftragnehmer angestrebt. Der Auftragnehmer erklärt sich in diesem Kontext bereit, mit dem Auftraggeber abgestimmte Aspekte Entwicklungsleistung zu erbringen und in sein Produkt zu integrieren.

Die Gesamtlösung MODUL-F und damit auch die Basiskomponente Low-Code-Plattform muss für alle Bundesländer, Bundesbehörden und Kommunen (nach-folgend Kunden) nachnutzbar sein, d.h. sie muss dienstleister- und ortsunabhängig installiert und betrieben werden können (On-Premise und optional in einer privaten Cloud betreibbar mit der Möglichkeit der zentralen Verteilung) und darüber hinaus eine Mandanten- und Mehrbenutzerfähigkeit mit sich bringen. Die Gesamtlösung MODUL-F wird also an einer Stelle entwickelt und diversen Kunden zur Nutzung bereitgestellt. Diese müssen dann in der Lage sein, auf Basis der Lösung MODUL-F, Fachverfahren für ihre Bedarfe zu erstellen.

Das Lizenzmodell der Plattform muss aufgrund dieses Verteilungsmodells eine „wirtschaftlich angemessene“ Nachnutzung (inkl. „Open Code“) gewährleisten. Hier sind unterschiedliche Lizenzmodelle denkbar, wie z.B. eine Basispauschale oder eine Nachnutzungslizenz je nachnutzendem Kunden oder Fachverfahren. Die Entscheidung für die Wahl des Lizenzmodell wird in der Verhandlungsphase getroffen.

Mit Open Code wird verfolgt, dass der Code dem Auftraggeber und allen nachnutzenden Kunden offengelegt wird. Alle auf dem Produkt aufsetzenden Entwicklungen die MODUL-F spezifisch sind und nicht in Abstimmung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer als integraler Bestandteil der Low-Code-Plattform entwickelt werden, müssen zudem als Open Source bereitgestellt werden.

Da die Lösung diversen Kunden im Bundeskontext bereitgestellt werden soll, ist es erforderlich, dass alle Produktdokumentationen auf Deutsch oder Englisch zur Verfügung stehen und die erforderliche Beratungsleistung auf Deutsch erfolgen kann. Der weitere Leistungskatalog wird im Fortlauf des Vergabeprozesses bereit-gestellt.

Die Vertragslaufzeit der Rahmenvereinbarung beträgt vier Jahre. Einzelabrufe zur zeitlich befristeten Überlassung der Softwarekomponenten sollen auf Grundlage der EVB-IT Softwareüberlassung Typ B erfolgen. Die weiteren damit verbundenen Dienstleistungen sollen auf Grundlage der EVB-IT Dienstleistung sowie ggf. EVB-IT Pflege S beauftragt werden.

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