Der Daten-„Schatz“ darf nicht nur der Industrie nützen.

Für die Digitale Souveränität Europas braucht es einen europäischen Markt für Industriedaten, erklärt der EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton in seinem heutigen Standpunkt.

Die Gesellschaft insgesamt muss von der Datenrevolution profitieren: Das Gesundheitssystem, öffentliche Daseinsvorsorge und Maßnahmen zum Umwelt- und zum Klimaschutz sind dringend auf eine bessere Datenbasis für Entscheidungen angewiesen.

Wir Menschen sollen durch mehr und bessere Daten in die Lage versetzt werden, bessere Entscheidungen zu treffen.

Link zum Tagesspiegel-Artikel vom 19.2.20120 https://lnkd.in/dqdJvz7

Wo stehen wir beim Thema Datennutzung in Deutschland? Die Expertenrunde zur Datenstrategie: Prof. Dr. Boris Otto

"Ich persönlich glaube, dass wir das Heft des Handelns in der Hand halten. Aber das Gelegenheitsfenster schließt sich und wir sollten diese Chance jetzt nutzen."
„Ich persönlich glaube, dass wir das Heft des Handelns in der Hand halten. Aber das Gelegenheitsfenster schließt sich und wir sollten diese Chance jetzt nutzen.“

Am 23. Januar 2022 haben im Bundeskanzleramt Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Datenstrategie der Bundesregierung beraten. Die zentrale Frage lautete: Wie können wir in Deutschland Daten verantwortungsvoll und innovativ nutzen? Einige Statements möchte ich hier gerne in Form einer überarbeiteten Transkription festhalten. Link zum Video

„Wo stehen wir beim Thema Datennutzung in Deutschland? Die Expertenrunde zur Datenstrategie: Prof. Dr. Boris Otto“ weiterlesen

Schiffsregister digital: In 12 Monaten von der Kogge zum modernen Schiff

Zuerst erschienen im II-Magazin 04

Noch vor wenigen Jahren klapperten in der Schiffsregisterabteilung des Amtsgerichts Hamburg die Schreibmaschinen. In einem ehrlichen Dialog wird von der radikalen, digitalen Neuausrichtung im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen und unter Einbeziehung der Kunden berichtet.

In Deutschland existieren 22 Binnenschiffsregister und 14 Seeschiffsregister. Hamburg verantwortet mit einem Bestand von über 7.000 Schiffen das größte Schiffsregister. Das Hamburger Schiffsregister nimmt pro Jahr etwa 400 Registrierungen vor und bearbeitet über 3.000 Anträge. Hierfür stehen lediglich 5,25 FTE zur Verfügung. Die bisherige manuelle Antragsbearbeitung ist somit mit einem sehr hohen Arbeitsaufwand und großer Arbeitsbelastung verbunden. Gleichzeitig herrscht auf Seite der Reeder der Wunsch nach schnellerer Antragstellung, geringerer Bearbeitungsdauer und Informationen zum Bearbeitungsstand vor. Um diese Probleme zu lösen, sind die Justiz- sowie die Wirtschaftsbehörde in Hamburg ein Joint Venture eingegangen, um eine digitale Anwendung zu schaffen. Mittels agiler Softwareentwicklung, die alle Mitarbeiter und Stakeholder einbindet, wird diese Anwendung nun innerhalb eines Jahres erarbeitet. Der interne Client soll am 1. Januar 2020 live gehen. Die Digitalisierung des Schiffsregisters kann als Prototyp für die Digitalisierung weiterer Bereiche in öffentlichen Sektor verstanden werden. Hamburg geht in der Thematik der Schiffsregister nun voran, andere Bundesländer können die Anwendung bei Bedarf ebenfalls nutzen. Die Tatsache, dass die Anwendung „auf der grünen Wiese“ entstehen konnte, ist ein Erfolgskriterium. Zudem wurde bewusst die Entscheidung getroffen, eine Individualentwicklung vorzunehmen und keine bestehende Software einzukaufen, die womöglich Funktionen bietet, die überhaupt nicht benötigt werden. Das Ziel ist eine schlanke, optimal zugeschnittene Anwendung.